Mein letzter Beitrag ist ein Weilchen her und wenn ich auf mein Dasein als Bloggerin zurückschaue, dann scheint das Ganze eine Art Hassliebe zu sein. Meinen ersten Blog habe ich mit etwa 16 begonnen. Damals als diese Blogosphäre sich auftat und irgendwie populär wurde. Quasi ein Tagebuch online, für alle sichtbar. Natürlich hat sich mein Blog, meine Schreibweise und ich mich selbst weiterentwickelt im Laufe der Zeit.Es kam trotzdem immer wieder vor, dass ich für mal längere oder mal kürzere Zeit nichts gepostet habe. Immer wieder versuche ich mich dann bei meinen Lesern zu entschuldigen und mich zu rechtfertigen, auch für mich selber. Eigentlich liebe ich doch das Bloggen. Und manchmal ist es eine Last, wenn man versucht es regelmäßig zu machen. Kennt ihr das, wenn man ein bestimmt richtig tolles Buch, was man vielleicht sogar schon mal lesen wollte, für die Schule lesen muss? Es wird zur Qual. So war es zumindest bei mir immer. Und genauso ist es manchmal mit dem Bloggen auch. 

Meine Entschuldigung für dieses Mal? Das Studium. Mein Studium neigt sich so langsam dem Ende. Die letzten Kurse, die letzten Noten, die letzten Projekte mit Kommilitonen, die man danach vielleicht nicht wiedersieht… die letzten Monate. Das letzte Semester.

Veränderung und neue LebenswegeFür mich wird dieses Jahr sehr aufregend und anstrengend und ereignisreich. Der Plan? Ich habe einen, aber ob der aufgeht… Im März beginnt mein letztes Semester, es steht noch ein Projekt an, das ich glücklicherweise mit ganz tollen Freunden meistern darf, darauf freue ich mich. Es steht außerdem ein Kunde dahinter, ich frage mich schon, welcher das sein wird. Zudem werde ich eine Art Vorbereitungskurs für meine Bachelorarbeit machen und freiwillig noch ein paar Sachen, weil ich sehr schlecht im wissenschaftlichen Schreiben bin, das muss ich dringend aufarbeiten. Ich werde meine BA dann mit einer Freundin zusammen schreiben und zwar in dem Unternehmen, in dem ich zur Zeit nebenbei arbeite. Juni bis August.

Und dann?

Ich möchte gerne im Social Media Bereich arbeiten. Online Marketing. Meine Comfort Zone. Stellen schmeißen sie einem nicht gerade hinterher. Ich will dies auch gerne in Oldenburg tun. Auch noch Ansprüche als Berufseinsteigerin stellen, in einer Branche, die nur so voll von tollen, kreativen Leuten ist. Unverschämt.

Ihr Leute da draußen, die ihr euer Studium beendet, die ihr an einer Kreuzung in eurem Leben steht… versinkt ihr nicht auch in Selbstzweifeln? Oder ergeht es nur mir so?

Tausend Gedanken in meinem Kopf über Dinge, die überhaupt nicht relevant sind, aber ich kann nicht anders. Es gibt eine Liste über Dinge, die ich in meiner neuen Wohnung brauche. (Wann und in welcher Stadt das sein wird, weiß ich noch nicht.) Es gibt außerdem eine Liste, an was ich bei meinem Umzug dann alles denken muss. Ummelden, Gas/Strom, Internet,… Wenn ich sie nicht aufschreibe, platzt mein Kopf. Eine Liste über freie Stellen gibt es jedoch nicht. Ich habe nicht so viele gefunden, eine Liste würde sich vielleicht nicht einmal lohnen. Aber einen Termin für Bewerbungsbilder habe ich. Arme gekreuzt oder nicht? Lächeln oder ernst gucken? Heller oder dunkler Hintergrund? Freundlich und nett oder kompetent und seriös? Ich weiß es nicht. Und dann steht in den Stellenausschreibungen auch immer, man müsse das Gehalt angeben. Mehr als 450 Euro hätte ich gern. Fließend Englisch in Wort und Schrift. Das kann ich glaub ich nicht. Ich kann ein bisschen holländisch, gleicht das das aus? Was genau kann ich eigentlich? Habe ich in den letzten 4 Jahren genug gelernt?

Vielleicht kann mir irgendjemand Antworten auf diese tausend Fragen in meinem Kopf geben, die ich alle nicht mal formulieren kann?

Und dann muss ich mich von Freunden verabschieden. Meine beste Freundin hat ihre Wohnung zum 31.7. gekündigt. Ich bin traurig. Ich sehe sie seit Jahren fast jeden Tag. Sie wohnt neben mir, wir teilen uns eine Waschmaschine, den gleichen scheiß Vermieter und so viele tolle Erinnerungen.

Es geht ein Abschnitt in meinem Leben zu Ende und ich kann das alles nicht greifen.

Und andererseits haben wir ja erst Januar.

blackfurryr

 

PS: Ich gelobe Besserung und hoffe zukünftig wieder mehr zum Bloggen zu kommen. Wie jedes Mal, wenn ich eine Pause eingelegt hatte.

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