[Rezension] Die Schöne und das Biest

[Rezension] Die Schöne und das Biest

Der Originalfilm „Die Schöne und das Biest“ erschien 1991 und ist eine meiner liebsten Disneyfilme. Wie wahrscheinlich der von vielen anderen auch. Seitdem bekanntgegeben wurde, dass es auch hiervon eine Realverfilmung geben soll, habe ich mich darauf gefreut. Als dann veröffentlicht wurde, dass Emma Watson Belle spielen wird, war ich schier aus dem Häuschen. Die Erwartungen waren also sehr hoch. Donnerstagabend habe ich mir den Film auch direkt mit zwei Freundinnen zusammen angesehen. Wie ich ihn fand? Lest weiter. :)

Die Schöne und das Biest RealverfilmungFilminfos
FSK: 6 Jahre
Länge: 130 min
Kinostart: 16.03.2017
Regisseur: Bill Condon
Hauptdarsteller: Emma Watson, Dan Stevens, Luke Evans, Emma Thompson, Ewan McGregor, Ian McKellen, Kevin Kline, Josh Glad

Viele kennen die Geschichte von Die Schöne und das Biest, da dies nicht nur ein Disneyfilm ist, sondern ebenso ein Volksmärchen aus dem Französischen. Die schöne Belle fühlt sich in dem kleinen Ort, in dem sie mit ihrem Vater lebt, nicht wohl. Ihr Vater bricht eines Tages auf, um eine Erfindung zu verkaufen, denn er ist Erfinder. Mit seinem Pferd Phillipe macht er sich auf den Weg, wird jedoch im Wald von Wölfen überrascht und sucht Unterschlupf in einem nahe gelegenen Schloss. Im Schloss lebt ein Biest und es sperrt Maurice ins Verlies, da er im Schloss unerwünscht war. Das Pferd Phillipe findet den Weg zurück nach Hause und Belle reitet mit ihm zum Schloss, um ihren Vater zu suchen und zu retten. Sie bietet dem Biest an, statt ihres Vaters für immer im Schloss zu bleiben.

Die Realverfilmungen von Disney sind immer mehr auch für Erwachsene ausgelegt. Dies war bereits bei Das Dschungelbuch sehr deutlich, hier könnt ihr meine Rezension zu diesem Film noch einmal nachlesen.

Die Besetzung von Die Schöne und das Biest ist rundum wahnsinnig gut. Emma spielt die Belle unwahrscheinlich leidenschaftlich und authentisch. Und ganz ab und zu zeigt sie Gesichtszüge, Gesichtszüge von Emma Watson… und ich denke „Hallo Hermine“. Das ist nicht schlimm, das war schließlich die Rolle, mit der sie groß geworden ist. Mich hat das nicht gestört, aber ich habe es trotzdem ein zwei Mal gesehen.

Auch die anderen Rolle sind fantastisch. Maurice wirkt so knuffig wie in der Zeichentrickversion, Gaston muskulös und männlich und LeFou… nun ja, LeFou ist in dieser Version schwul. Aufschrei in Russland und anderen Ländern. Ja es ist eindeutig, kein Interpretationsspielraum, keine Spekulationen, es ist einfach so. Es verändert die Story nicht, das Gefühl und die Verbundenheit zur Figur ebenso wenig, eigentlich macht es ihn sogar noch sympathischer. Ich finde es großartig, dass Disney diesen Weg gegangen ist!

Neben der schauspielerischen Leistung sind die Gesangsstimmen übrigens ebenfalls unwahrscheinlich schön. Im Originalen singt Emma Watson übrigens selber und das hört sich so schön an.

Natürlich ist die Story an sich unverändert geblieben und trotzdem ist es nicht langweilig geworden. Es ist gesangslastiger als der Zeichentrickfilm und so wurden Lieder hinzukomponiert, die alle sehr schön und wirklich passend sind. Einige Details wurden verändert und ich finde, dies hat den Film historisch korrekter gemacht und einige Fragen geklärt, die ich immer beim Originalfilm hatte. Am meisten hat mich gestört, dass das Biest nicht lesen kann. Ein Prinz aus dieser Zeit? Wer, wenn nicht er, kann denn in dieser Zeit lesen? Aber Disney hat dieses Problem wohl ebenfalls gesehen und es behoben. Es wurden zusätzlich ein paar Fakten, Momente oder Szenen eingefügt oder abgewandelt, die dieser Version Spannung und etwas Neues verleihen. Das ist großartig und absolut notwendig, wenn ein Film neu verfilmt wird.

Der Film ist im Allgemeinen etwas dunkler, realistischer und ein klein wenig brutaler. Das liegt aber einfach daran, dass es eine Realverfilmung ist. Die Darstellung, die Kulissen – das Schloss! – die Kostüme, es war alles so atemberaubend und beeindruckend schön!

Ganz zum Schluss beugt Belle über dem Biest, das von Gaston verwundet wurde. Es stirbt. Belle weint und schluchzt und in der Zeichentrickversion sagt sie „Bitte verlass mich nicht“. In der Realverfilmung sagt sie jedoch „Komm zurück!“. Ich habe diese Assoziation nicht gehabt, aber meine beiden Freundinnen neben mir direkt: „Oh nein, das hätten sie nicht machen dürfen!“. Gemeint ist hier die Assoziation zur Sterbeszene von Jack in Titanic. Und im Nachhinein muss ich sagen, hätten sie an dieser Stelle einfach beim Originaltext bleiben können oder eben etwas ganz anderes texten. Prägende Zitate oder Wortlaute aus bekannten Filmen sind Filmemachern doch bekannt und diese kann man dann sicherlich meiden und das sollte man auch, denke ich.

Die Schöne und das Biest wurde, wie so viele neue Filme, erstmal nur in 3D angeboten. Das stört mich, weil ich erstens absolut kein 3D-Fan bin und dann auch ungern den Filmzuschlag zahlen möchte und zweitens ist es bei diesem Film nicht notwendig gewesen. Natürlich gibt es Szenen, in denen das besonders zur Geltung kommt, aber wie auch beim Dschungelbuch, ist das eine Seltenheit und der Film macht sich als 2D-Version bestimmt genauso gut.


Fazit von Die Schöne und das Biest

Ich hatte wirklich hohe Erwartungen an die Darstellung, die Schauspieler, den Gesang… einfach an alles. Und diese Erwartungen wurden tatsächlich noch übertroffen. Mehrmals im Film hatte ich Gänsehaut und wurde vom Film vollkommen mitgerissen. Die Schöne und das Biest ist als Zeichentrickfilm schon wirklich sehr schön, aber diesen Film empfehle ich jedem Disney-Fan, jedem Fantasy- und Märchen-Fan, jedem Fan von Emma Watson und jedem Fan von wirklich guten Filmen. :) Schaut ihn euch unbedingt im Kino an, es lohnt sich definitiv!



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