[Rezension] Pete und die Macht der Tränen

[Rezension] Pete und die Macht der Tränen

Ich hatte Kontakt zum Autoren des Fantasy-Jugendromans Pete und die Macht der Tränen. Er suchte Blogger, die sein Buch unter die Lupe nehmen und es dann rezensieren würden. Da ich gerne lese und besonders im Bereich Fantasy zu Hause bin, habe ich mich freiwillig dazu gemeldet. Außerdem hat er sein Buch selber über einen Selfpublisher-Verlag herausgebracht und da ich vorher nie ein solches Buch gelesen hatte, war ich neugierig. In einer Facebook-Gruppe hatte ich immer wieder gelesen, dass man dadurch wahnsinnig tolle Schätze entdecken kann.

Petes Abenteuer beginnt

Irgendetwas stimmt nicht auf dem Bauernhof. Im Garten tummeln sich plötzlich überall Krähen und Petes Großeltern verhalten sich merkwürdig. Außerdem hat Pete ständig diesen Albtraum über seine Eltern. Die Welt des 8-Jährigen verändert sich schlagartig, als er von seinem Opa ein lang gehütetes Familiengeheimnis erfährt. Was ist mit seinen Eltern passiert? Sind sie gar nicht tot, sondern wurden in eine andere Welt entführt? Wird Pete seine Eltern wiedersehen? Mit der Macht seiner Tränen macht sich Pete auf den Weg in sein größtes Abenteuer.

• Autor: N. F. Pagel
• Seiten: 296
• Verlag: Windsor Verlag
• Kosten: 15,99€

Amazon-Link: Pete und die Macht der Tränen

Darum geht es

Pete ist 8 Jahre alt und wohnt mit seinen Großeltern auf dessen Bauernhof, denn seine Eltern sind bei einem Unfall umgekommen. Er führt ein normales Leben, bis zu dem Moment, als der Bauernhof von Krähen angegriffen wird und Pete einige Geheimnisse über seine Familie erfährt. Der Angriff hat nichts Gutes zu bedeuten, denn man hat ihn und seine Großmutter gefunden. Pete ist ein Hexer. Als er weint, sammeln sich seine Tränen in seiner Hand und werden zu einer Perle. Diese Perle birgt seine Zauberkraft, die er natürlich erst noch trainieren und stärken muss. Mit Hilfe von befreundeten Kreaturen, den Mumpfen, macht er sich schließlich auf den Weg in die andere Welt, um seine Eltern zu finden. Und die Reise beginnt.

Meine Bewertung

Es gibt nicht viele Bücher, die ich aus verschiedenen Gründen abgebrochen habe. Es kam vor, dass mir einfach die Zeit fehlte oder mir die Geschichten nicht zusagten. Bei Pete und die Macht der Tränen muss ich leider sagen, dass ich es nicht zu Ende gelesen haben. Ich habe etwa 80 Seiten geschafft und das nur mit Müh und Not. Ich wurde mit Pete und seinem Abenteuer einfach nicht warm. Ich erzähle euch auch, warum das so ist, denn da gibt es verschiedene Punkte.

Pete ist 8 Jahre alt und verwendet häufig Begriffe und Formulierungen, die für einen Jungen absolut untypisch sind. Dieses Buch ist nicht das erste, welches ich lese, in dem ein kleiner Junge der Protagonist ist. In der Reihe Die Kinder des Dschinn oder Drachenreiter ist das besser gelöst und die Ausdrucksweise der Kinder fielen mir nie negativ auf. Das jedoch nur am Rande, denn da kann man durchaus drüber hinwegsehen. Es gab mehr Punkte, die mich störten und mich schließlich daran hinderten, weiterzulesen.

Allem voran die Tiefe der Geschichte. Petes Abenteuer beginnt recht schnell: der Bauernhof wird angegriffen, er bekommt das Geheimnis erzählt, lernt die Mumpfen kennen und los geht’s. Wenn der Fokus auf der darauf folgenden Reise liegt, ist das absolut nichts Negatives. Trotzdem hatte ich immer das Gefühl, dass mir etwas fehlt. Situationen, Orte, Begebenheiten und Personen werden recht flach beschrieben und es gibt wenig Zusatzinformationen. Als Leser fehlte mir das Gefühl dabei zu sein und es fiel mir schwerer mir alles bildlich vorzustellen. Es hätte hier nicht gefehlt, wenn Orte und Landschaften bildlicher und detaillierter beschrieben werden und auch mehr der Fokus auf Aussehen und Eigenschaften von Personen liegen würde.

Zusätzlich störten mich die Sprache und Formulierungen, denn auch diese hielten wenig Tiefe für mich bereit. Ich mag es, wenn Sätze auch mal verschnörkelt sind, wenn sie einen verzaubern und in einen Bann ziehen. Wenn ich es anderen Buchbloggern erklären würde, würde ich sagen: Ich habe nach Zitaten gesucht, die ich in Instagrambilder packen kann. Aber es gab keine geeigneten. Das fand ich nicht nur schade, sondern auch störend, denn ich hätte gerne eine persönliche Verbindung zu Pete aufgebaut, die mir durch die Tiefe fehlte.

Fazit von Pete und die Macht der Tränen

Ich habe mich sehr gefreut das Buch rezensieren zu dürfen. Dass mir die Geschichte nicht zusagt, wusste ich nun mal nicht vorher. Es kommt beizeiten vor, dass einem Bücher nicht gefallen. Dieses Buch würde ich nicht als „schlecht“ bezeichnen, sondern als zielgruppenverfehlt. Ich bin 27 Jahre alt, habe studiert und sehr viele Fantasy-Bücher gelesen. Ich mag Bücher und Filme, über die man nachdenken kann, die einen vollkommen in seinen Bann ziehen und die mit Komplexität daherkommen. Pete und die Macht der Tränen kann damit nicht dienen. Genau das macht das Buch zu einem wahrscheinlich schönen Kinder- und Jugendroman für Kinder unter 16 würde ich behaupten. zusätzlich stört mich die Bezeichnung „Märchen“, denn als solches würde ich es definitiv nicht bezeichnen. Für Kinder und Menschen, die leichte Kost gerne lesen, kann das ein schönes Buch sein. Für mich war es das leider nicht und daher habe ich es auch nicht zu Ende gelesen.

 



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